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Yamaha XS 1100 Forum

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Dieses Thema hat 10 Antworten
und wurde 3.512 mal aufgerufen
 Betriebsstoffe, Pflegemittel, u.ä.
lundi ( gelöscht )
Beiträge:

24.01.2011 18:03
#1 mineralisches oder teilsynthetisches Öl für XS1100 ? antworten

Verschoben aus 'Motor - Getriebe' in 'Sonstiges'.

2011-01-25, Peter

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Liebe XS Freunde,

als Neuer bin ich etwas irritiert.

In der einschlägigen Literatur (Reparaturhandbuch) steht, man soll mineralisches Öl verwenden, da das teilsynthetische Teile enthält, die den älteren Dichtungen abträglich sind.

Nun berichtete mir jemand, der viele Jahre mehrere XS fährt, ich soll auf jeden Fall teil synthetisches Öl nehmen, weil dann die Kupplung nicht rutscht.

Was ist denn nun wohl richtig? Ich war noch nicht zum TÜV, deshalb kann ich die xs noch nicht anmelden und Probe fahren. Muss das mineralische Öl wieder runter? Kann man das definitiv sagen oder ist es auch Ansichtssache?

Mit besten Grüßen und der Bitte um Eure Erfahrung

Jan

Bin älter,aber neu im Forum

Pyramidenverleih Offline



Beiträge: 125

24.01.2011 18:28
#2 RE: mineralisches oder teilsynthetisches Öl für XS1100 ? antworten

Hallo Jan,
zur Verwendung des Öls st folgendes zu sagen.
Wie die Motoren unserer XS gebaut wurden, haben die Japaner mir ihren Dichtungen relativ große Fertigungstolleranzen ausgeglichen. Wenn du vollsynthetisches Öl verwendest, kann es dir passieren, dass dieses Öl die Ablagerungen, die sich im Laufe der Jahre durch das Mineralöl an den alten Dichtungen angesammelt hat und zur Dichtheit des Motors beiträgt, auswäscht und so der Motor undicht wird. Dies bedeutet, dass du den Motor neu abdichten musst. Dann kannst du auch Vollsynthetisches verwenden. Teilsynthetisches Öl ist ok, da passiert dir das nicht.
Jedoch, habe ich bei mineralischen Öl nie die Erfahrung gemacht, dass die Kupplung rutscht. Wichtig an der ganzen Nummer ist jedoch , dass du ein Motorradöl verwendest, da dieses die Aditive auch für das Getriebe und die Mehrscheibenkupplung hat. Also ist es egal oder geschmackssache, ob du mineralisches oder teilsynthetisches Öl verwendest. Ob das teilsynthetische Öl für einen so alten Motor, der noch aus der Zeit des Mineralöls stammt, so viel Nutzen hat, sei dahingestellt.
Viele Grüße vom Lech
Uwe

lundi ( gelöscht )
Beiträge:

24.01.2011 19:03
#3 RE: mineralisches oder teilsynthetisches Öl für XS1100 ? antworten

Hallo Uwe,

das ist doch noch mal eine Antwort, mit der ich was anfangen kann.

Besten Dank und noch einen schönen Restabend.

Beste Grüsse

Jan

Bin älter,aber neu im Forum

AndyNL Offline




Beiträge: 268

24.01.2011 19:34
#4 RE: mineralisches oder teilsynthetisches Öl für XS1100 ? antworten

Hi ich fahre 20W50 klassik öl von Milleröl mit extra zusatz für kupplung.
Motor klapert nicht so viel wie bei 10W40 mit 25 grad im sommer.
Bei Louis steht die auch als hausmarke und ist da etwas gunstiger,aber immer fragen ob es auch die kupplung zusatz hat.

Peter Kemm Offline




Beiträge: 1.265

24.01.2011 22:32
#5 RE: mineralisches oder teilsynthetisches Öl für XS1100 ? antworten

Zu Motoröl s.a. Welches Motoröl?.

Ich selbst fuhr ganz am Anfang CASTROL GTX2 15W-50(HD) "mit Wolfram-Additiven" - wahrscheinlich nur wegen der imposanten Bezeichnung. Sehr bald ging ich jedoch zunächst auf CASTROL GP 20W-40 "4Takt-Motorradöl" über, später auf VEEDOL 20W-40 "4Takt-Spezial" - jeweils ohne irgendwelche Additiv-Ausweisungen. Öl Nr. 2 und 3 ließ ich mir in der YAMAHA-Werkstatt aus deren Vorratstank in mitgebrachte 5l-Kanister abfüllen (respektive das durfte ich selbst tun), der Wechsel von CASTROL zu VEEDOL erfolgte nur, weil die Werkstatt den Öl-Anbieter gewechselt hatte.

Mit keinem der drei erwähnten mineralischen Öle gab es über Jahrzehnte und mehrere hunderttausend Kilometer irgendwelche ölbedingte Probleme, wie Kupplungsrutschen oder -rupfen. Dabei habe ich seit langem sämtliche Ölwechselintervalle (Motor, Zwischengetriebe, Endgetriebe, Telegabel) auf 10000km vereinheitlicht.

Peter

Whiskey ( gelöscht )
Beiträge:

08.02.2011 20:25
#6 RE: mineralisches oder teilsynthetisches Öl für XS1100 ? antworten

Moin Jan,
die XS ist ein alter Haufen. Fertigungstechnisch waren zu der Bauzeit größere Fertigungstoleranzen als heute. Das heiß ein Synth. oder teilsynth. Öl spielt hier seine Vorteile überhaupt nicht aus. Im Gegenteil, es kann sogar diverse Nachteile ham. z.B. der benötigte Ölfilm kann früher reißen, was die keine sichere Schmerung mehr garantiert oder die Kupplung greift nicht mehr richtig. Ich hatte zu Anfang meiner Dicken auch mal teilsyth. gegönnt um "was Gutes" zu tun. Das Zeug war schneller wieder draußen wie drin (abgelassen). Da ging sogar noch im 4. Gang bei etwas mehr Drehzahl die Kupplung durch.
Geht man von der Bauzeit der Dicken nochmal 30 Jahre zurück, wurden damals die sogenannten Einbereichsöle verwendet. Diese kann man nicht einfach ohne Schaden zu riskieren gegen Mehrbereichsöle ersetzen. Generell gilt, je größer der Anwendungsbereich (z.B. 5W 50) desto geringer die positiven Eigenschaften in den einzelnen Bereichen.
In den Oldtimern, egal ob das jetzt Milwaukischrott aus den 50ern oder die alten NSU Konsul usw. aus der Kriegszeit und Nachkriegszeit sind, es werden ausschließlich unlegierte oder niedriglegierte Einbreichsöle gefahren (z.B. SAE 50). Seinerzeiten gab es für die Fahrzeuge noch zwei angegebene Ölsorten (Sommer und Winteröl). Denke die beste Wahl dürfte ein 10W 40 oder 15W 40 mineralisch sein. Ein 5W 40 oder sogar 5W 50 macht bei der Dicken schon keinen Sinn mehr. Was den Hersteller angeht, so dürfte das wohl eher eine Wissenschaft für sich sein.
Ich persönlich fahr das Öl von "Tante Louise" und gut. Wichtiger ist bei den alten Mopeds wohl eher ein regelmässiger Wechsel, als das teuerste Öl.

Gruß Whiskey

Hecky Offline




Beiträge: 193

09.02.2011 06:36
#7 RE: mineralisches oder teilsynthetisches Öl für XS1100 ? antworten

Hallo Whiskey
Genauso isses
Gruß Hecky

xs-martin Offline

Administrator


Beiträge: 2.086

16.02.2011 02:32
#8 RE: mineralisches oder teilsynthetisches Öl für XS1100 ? antworten

Hatten wir die Diskussion wegen Öl nicht schonmal? Wichtig ist: Motorradöl, kein Autoöl. Die Additive ruinieren die Getriebe. Und mineralisches bei alten Motoren aufgrund der dichtenden Wirkung. So sagte mir ein Experte einer Spezailoöl-Herstellerfirma.

XS-Rolf Offline

Administrator


Beiträge: 1.873

16.02.2011 15:01
#9 RE: mineralisches oder teilsynthetisches Öl für XS1100 ? antworten

Zitat von xs-esser
Wichtig ist: Motorradöl, kein Autoöl. Die Additive ruinieren die Getriebe.



Dann müßte meine Madame schon lange die Seegel gestrichen haben.
Da ist noch nie reines Motorradöl rein gekommen .... komisch das die immer noch läuft


Gruß
Rolf

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Ich mache keine Rechtschreibfehler ... das sind Wortneuschöpfungen !!

Funny Offline



Beiträge: 41

02.04.2011 09:58
#10 RE: Welches Motoröl? antworten

Ich benutze immer das Öl das in meiner Reparaturanleitung steht

SAE 20w/40 SE. meine 1100 XS läuft wie ein Schnurrbart

superandy Offline




Beiträge: 151

07.04.2011 17:41
#11 RE: Welches Motoröl? antworten

Zur Saison ein Motorölwechsel mit Motoröl aus dem Baumarkt, meist GTX 2 aus dem "Angebot".
Habe noch nie Motorradöl eingefüllt, wusste bis vor 5 Minuten nicht das es da Unterschiede gibt.
Meine "Dicke" hat jetzt 98000 km weg und noch nie Probleme gehabt.

Gruß
Andy

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