Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

Yamaha XS 1100 Forum

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 10 Antworten
und wurde 2.484 mal aufgerufen
 Werkstatt - Einrichtungen und grundlegende Arbeiten
xsTom Offline




Beiträge: 243

07.02.2009 09:40
Megapulse - längeres Leben für die Batterie? antworten

Hallo zusammen,

in der Welt Online war mal wieder so ein Bericht über ein verkanntes Produkt der Industrie_Kleinanbieter.
http://www.welt.de/motor/article3157870/...leben-kann.html

Ich bin bei solchen Produkten eigentlich immer eher skeptisch.Aber meine Dicke sehnt sich langsam nach einem neuem Energiespender.
Daher stellt sich für mich die frage :hokuspokus oder Praxisnah und verkannt.
Die 50 -70 € die das Gerät kostet (http://www.megapulser.de/) sind schon happig.Günstiger aber gleich?
http://www.elv.de/Power-Brick-PB-300/x.a...0/detail2_11175 vom Elektronikversand.
Im I-Net kann man natürlich auch wieder vieles über dieses Thema lesen.

Nun zum Punkt:
Hat das einer von euch schon mal getestet?
Und wenn, an einer fast fertigen Batterie die eigentlich raus musste?

Viel Grüße vom Niederrhein
Thomas

Michael TÜ Offline



Beiträge: 178

08.02.2009 08:54
#2 RE: Megapulse - längeres Leben für die Batterie? antworten

Hallo,

ja, das Thema interessiert mich auch. Was ich aber bei dem Megapuls - Gerät noch nicht verstehe:

1. Ist das eines, das ständig im Betrieb eingebaut bleibt oder wird es nur in (Akku-) ausgebautem Zustand zum Regenerieren verwendet?
2. Das Gerät holt sich ja seine Leistung aus dem Akku selber und schaltet folglich bei schwachem Akku ab: Wenn man jetzt nen miesen Akku hat, wie kriegt man dann das Teil zum laufen? Gleichzeitiger, paralleler Anschluss mit Ladegerät?

Grüße aus TÜ

Michael

xsTom Offline




Beiträge: 243

09.02.2009 21:56
#3 RE: Megapulse - längeres Leben für die Batterie? antworten

Hallo Michael,
sollte beides gehen
Arbeitet aber erst ab einer Spannung > 12,8V

Gruß Thomas

# FAQ - Häufig gestellte Fragen (nach oben)

1. Welche Abmessungen/welches Gewicht hat der Megapulse?

Der Megapulse besitzt die Maße (Länge x Breite x Höhe) von 10cm x 9,5cm x 3 cm.
Das Gewicht des Megapulse beträgt 190 g.

2. Kann der Megapulse durch Spritzwasser geschädigt werden?

Nein. Der Megapulse ist harzvergossen und somit spritzwasserdicht.

3. Kann der Pulser Schaden anrichten oder nehmen?

NEIN! Eine Fehlmontage (Polvertauschung) ruft nur Nichtfunkion hervor. Der Megapulse stört nicht die Elektronik. s. EG-Genehmigung Nr. e.*72/245*95/54*2166*00 vom Kraftfahrzeug-Bundesamt vom 22.05.2002. Der Megapulse ist damit zugelassen für die Montage in allen Europäischen Fahrzeugen.

4. Kann der Megapulse mit einem externen Ladegerät verwendet werden?

JA! Auch bei Aufladung Ihrer Batterie durch ein ext. Ladegerät kann der Megapulse verwendet werden. Schließen Sie einfach den Megapulse an die Polklemmen des Ladegerätes an.

Sie finden auch unter unserer Shoprubrik 'Batterieladegeräte' ein Batterieladegerät mit integrierter Megapulse - Technik.

5. Wie wird der Megapulse montiert?

Anschluss schwarz an Minuspol. Anschluss rot an Pluspol. Angeklemmt mit Laderzangen bei Kurpulsung. Angeschraubt: Kabelring über Polschellenschraube legen und mit 2 Muttern festschrauben. Das ist einfach und unterbricht nicht den Stromkreis im Auto. Gerät zwischen Batterie und Halterung stecken, oder besser auf der Batterie mit Doppelklebeband oder Klettband aufkleben.

6. Welche Batterieschäden kann der Megapulse nicht beheben?

- Kurzschluss der Zellen durch Druck der Sulfatkristalle bzw. durch Schlackeablagerung
- Korrosion der Platten durch häufiges Gasen der Batterie (Überladen)

7. Muß der Megapulse separat angeschaltet werden?

NEIN. Der Pulser tritt sofort nach Anschluss an die Batterie in Funktion und pulst auch unabhängig von einer externen Energiequelle. Der Pulser schaltet sich unter ca. 12,8V selbständig in einen Stromsparmodus. Ein LED-Licht zeigt an, dass der Pulser aktiv ist. Es ist möglich, dass das Licht am Anfang flackert; manchmal kann es auch eine Weile dauern, bis der Pulser seine Arbeit aufnimmt. Das pfeifende Geräusch des Pulsers nimmt ab, sobald die Sulfatierung reduziert ist.

8. Aber was ist das: Sulfatation?

Jede Bleisäure-Batterie besteht neu aus reinstem Bleischaum (negativ) und reinstem Bleioxidschaum (positiv). Diese Platten(Rollen bei Exide, oder Optima) stehen in einer Mischung aus Schwefelsäure und Wasser, mit einer definierten Säuredichte, in unserem Klima mit spezifischem Gewicht (Gramm pro cbcm) von 1.26. die Entladung bewirkt, dass sich Säure am Blei anlagert zu Bleisulfat (PbSO4). Das ist gewollt. Der Elektrolyt wird leichter, die Säure dünner. Bei sofortiger Wiederaufladung trennt sich der Säurerest wieder vom Blei und wandert zurück in die "Brühe". Die Säuredichte ist indirekt ein Weg den Ladezustand der Batterie zu beurteilen, denn die Säure ist in Lösung (dann ist die Säuredichte hoch, bis 1.26) oder die Säure ist am Blei ( dann ist die Säuredichte niedrig, z. B. bei 1.18 ). Im entladenen Zustand ist die "Aktivmasse" also Bleisulfat, baldigst wieder aufgeladen wird sie reines Blei. Wird das Bleisulfat in Ruhe gelassen, also nicht baldigst aufgeladen, so bildet sich daraus ein Kristall. Chemisch gesehen das gleiche Material, aber nicht wieder aufladbar. Der Effekt heißt "Sulfatation". Hier ist also "Aktivmasse" inaktiviert. Sie fehlt der Kapazität, bildet Widerstand und macht auch die noch aktive Masse schwer aufladbar. Die Sulfatation ist durch Ladung (oder Fahrbetrieb) mit Megapulse wieder reaktivierbar. Das ist jetzt vielfach bewiesen. Glauben Sie es mindestens soweit, dass Sie es selber erproben, zur eigenen Überzeugung.


9. Der Megapulse gibt einen leisen Piep- / Pfeifton ab. Ist das normal?

JA. Durch das Pulsen entsteht ein hochfrequenter Ton. Dies ist normal und Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen

Michael TÜ Offline



Beiträge: 178

16.02.2009 08:09
#4 RE: Megapulse - längeres Leben für die Batterie? antworten

Hallo Thomaas,

angeregt durch Deinen Beitrag und die Tatsache, dass ich 3 müde Motorradbatterien in meinem Wohnzimmer stehen habe, hab ich mir den Megapulse gekauft und an die erste Batterie drangehängt. Der ELV-Brick scheint laut Internet ähnlich, aber etwas anders zu funktionieren - daher meine Entscheidung für den Megapulse. Ich werde dann melden, obs hingehauen hat - wird aber ne Weile dauern, bis alle Zweiräder wieder im Einsatz sind.

Grüße aus TÜ

Michael

xsTom Offline




Beiträge: 243

16.02.2009 20:47
#5 RE: Megapulse - längeres Leben für die Batterie? antworten

Hallo Michael,

Macht nix,habe wohl noch ne Saison Zeit(Hoffe ich).Bin gespannt auf deine Ergebnisse.

Ev. wird das Gerät bei uns im Betrieb getestet an Starterakkus von stationären Dieselantrieben.
Habe dieses dort mal angeregt.Wenn das was werden sollte werde ich berichten über die Ergebnisse.

Grüße vom Niederrhein

Thomas

Axel ( gelöscht )
Beiträge:

17.02.2009 17:23
#6 RE: Megapulse - längeres Leben für die Batterie? antworten

Moin zusammen,

zum Megapulse kann ich ein wenig was sagen.
Habe 2 Stck. davon im Einsatz. Einer wandert in meinem Boot umher.
Dort sind momentan 2 x 74Ah verbaut.
Die Bakterien sind schon etwas älter. Momentan sind beide gut zuwege.
Im letzten Boot waren insgesamt 4 Bakterien verbaut, 2x Starterbatterie mit je 74Ah - 6 und 7 Jahre alt; und 2x Verbraucherbatterie 100Ah 3 Jahre alt.
Außer einem im Sommer wechelweise an einer der Batterien angeschlossenem Megapulse gab es keine weitere Batteriepflege. Die Batterien haben sich bis zum letzten Tage bester Gesundheit erfreut.
Die 6 Jahre alte Starterbatterie an meinem Stapler ist ebenfalls fit. Auch dort hängt seit ca. 2 Jahren ein Megapulse mehr oder weniger regelmäßig dran
Die schwächelnde Motoradbatterie meiner Frau hingegen war mit dem Megapulse nicht mehr zu retten.

Axel

Peter Kemm Offline




Beiträge: 1.239

12.03.2011 22:50
#7 RE: Megapulse - längeres Leben für die Batterie? antworten

Ein hochinteressantes Thema, leider mit nur einem (überwiegend positiven) Erfahrungsbericht von Axel.

Zitat von Michael TÜ, 2009-02-16
... daher meine Entscheidung für den Megapulse. Ich werde dann melden, obs hingehauen hat ...

Michael, das war vor über zwei Jahren - wie waren/sind denn nun deine Erfahrungen mit dem Megapulser?

Gruß, Peter

Michael TÜ Offline



Beiträge: 178

13.03.2011 11:20
#8 RE: Megapulse - längeres Leben für die Batterie? antworten

Ok,

Asche auf mein Haupt, hatte nichts mehr dazu geschrieben. Was auch daran liegt, dass ich zwischenzeitlich bei all meinen Zweirädern (3 Motorräder und 2 Roller) auf Gel-Batterie umgestiegen bin. Grad bei der XS hatte ich ja den Effekt, dass (wohl auch wegen der Bol d'Or Zündspulen) die Bleibatterie zwar den Anlasser ordentlich durchdrehte, aber gleichzeitig nicht mehr genug Zündstrom zum Starten lieferte. Das ist vielleicht blöde - da kommt man gar nicht so leicht drauf! Und mit der Gel-Batterie ist mir das nicht passiert - die liefert mehr Strom.

Ok - abgesehen davon: Dieser Akku-Pulser funktioniert ganz gut. Subjektiv. Wer auf Bleibatterie bleiben will, der sollte ihn sich kaufen. Hab einen übrig ...

Sorry noch mal.

Grüße!

Michael

Martini-Andy Offline




Beiträge: 804

13.03.2011 13:52
#9 RE: Megapulse - längeres Leben für die Batterie? antworten

meine Erfahrungen mit dem Mega-Pulse sind ebenfalls durchweg positiv, allerdings an mehreren Autos (von meiner Frau und mir). Habe 2 dieser Teile seit über 10 Jahren in Betrieb und seither in den Autos keine Batterien (und da waren beim Kauf jedesmal schon alte (älter als 3 Jahre (ich liebe diese verschachtelten Sätze einfach )) drin) mehr austauschen müssen. Hab jedesmal beim Wechsel nur den Pulser mitgenommen. Beim Moped prüfe ich den Stand öfters, da ich auch bei hohen Temperaturen unterwegs bin und immer wieder mal verdunstetes Wasser nachfüllen muss, deshalb habe ich dort noch keinen verwendet. Bei der Harley vibriert mir vor einem Elektrikschaden sowieso erst mal einer der Pole ab

xsTom Offline




Beiträge: 243

13.03.2011 18:25
#10 RE: Megapulse - längeres Leben für die Batterie? antworten

Hallo Peter,

habe meine Autobatterie vor ca. 2Jahren im Winter wechseln müssen da diese den Startstrom bei -15° nicht mehr geliefert hat.Sonst war diese OK.
Die Batterie war dann ca. 1 Jahr an einem Labornetzteil auf der Arbeit angeschlossen mit einem Megapulsegerät.
Prüfung mit einem Belastungsmessgerät(nicht elektronisch ,sondern altes Gerät mit richtiger Belastung von Bosch).Anfangstest und nach einem Jahr.
Habe leider keine Aufzeichnung/Statistik.Meine aber das der Kurzschlußstrom nach dem Jahr länger zur Verfügung gestellt wurde /bzw. die Spannung nicht so schnell absackte.
Ausserdem konnte man am Labornetzteil nach dem Belastungstest schön sehen das die Batterie bei geringeren Spannungen schon einen sehr hohen Strom beim Laden aufnahm.Anfangs musste die Ladespannung höher eingestellt werden bzw. der Ladestrom war geringer bei gleicher Ladespannung.

Letztes Jahr im Winter wurde die Batterie für Tests am Motorrad genutzt und danach nur noch sporadisch geladen.

Vor ca. 2Monaten im Winter kam die Batterie dann wieder zum Einsatz.
Diesmal wieder in einem Auto (allerdings mit kleinerem Motor/Anlasser).
Allerdings wurde die Batterie nicht vorher geladen und hat den kalten Motor sauber angekurbelt.
Ist seitdem wieder voll im Einsatz.


Seither ist das Megapulsegerät in meinem Auto fest verbaut.
Bin der Meinung das dieses meiner Autobatterie im Winter hilft den Kaltstartstrom zu liefern da diese eig. schon etwas zu klein dimensioniert ist meiner Meinung nach.

Fazit für mich ist positiv.
Ob das sich aber bei einer Motorradbatterie lohnt mag jeder selber entscheiden.
Gruß Thomas

Peter Kemm Offline




Beiträge: 1.239

13.03.2011 21:08
#11 RE: Megapulse - längeres Leben für die Batterie? antworten

Hallo Thomas,

das sind nun mal aussagekräftige Angaben - danke! Selbstverständlich auch danke an Michael und Andy.

Aber noch eine Anmerkung. Die Verhinderung der Sulfatierung der Batterie-Bleiplatten, möglicherweise sogar der nachträgliche Abbau einer solchen durch den Megapulser, ist ganz sicher eine gute, Brieftasche und Nerven schonende Sache. Beschädigungen am Kabelbaum und hohe Spannungsabfälle aufgrund von Kontaktkorrosion erfordern leider trotzdem häufig zusätzliche Aktionen.

Gruß, Peter

 Sprung  
Xobor Xobor Community Software